Märkischer Wald

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Förderverein Märkischer Wald

ÖBFD-Erfahrungen

ÖBFD im Biosphärenreservat Spreewald

Wertschätzung für sich selbst und die geleistete Arbeit

22.05.2018

Mein Name ist Marita, bin 56 Jahre und arbeitete seit Januar 2018 als Bundesfreiwillige im Biosphärenreservat Spreewald in Lübbenau. Da ich gern in der Natur bin – sie mit offenen Augen wahrnehme – suchte ich mir ganz gezielt diese Tätigkeit aus. Mein Einsatzgebiet reichte von der Büro/bzw. PC- Arbeit über die Führungen der „Wasserschlagwiese“ mit interessierten Gästen bis hin zu auswärtigen Tätigkeiten mit der Naturwacht. So ergab sich schon die Möglichkeit für mich, Seeadler und sogar den Eisvogel im Flug in seinem herrlich leuchtend türkis-blauen Gefieder und andere Tiere bei den Fahrten mit der Naturwacht zu entdecken. Die Pegelstandsmessungen und die Betreuung der schönen Ausstellung im „Haus für Mensch und Natur“, gehören ebenfalls dazu. Also ein sehr vielfältiges und vor allem interessantes Aufgabenfeld.

Zu Beginn meiner Tätigkeit wurde ich sehr freundlich von allen Kollegen begrüßt und aufgenommen. Dies war bis zum letzten Arbeitstag noch so!
Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht.

Mensch wird akzeptiert und nicht ausgenutzt!

Marita M.; leistete ganze 18 Monate einen ökologischen Bundesfreiwilligendienst im Biosphärenreservat Spreewald!


Ökologische Bundesfreiwillige im Landesjagdverband Brandenburg e.V.

Eine Möglichkeit zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung

29.02.2016

Während des ökologischen Bundesfreiwilligendienstes konnte ich wertvolle Erfahrungen erhalten, meine beruflichen und persönlichen Fähigkeiten weiter entwickeln und mich in den Bereichen Ökologie und Umweltschutz engagieren. Weiterhin konnte ich mein Umweltbewusstsein steigern, da ich mehr über Umwelt- und Naturschutz erfahren und aktiv am Schutz und Erhalt der Umwelt mitgewirkt habe. Der Freiwilligendienst hat mir geholfen mich für meine weitere wissenschaftliche Zukunft zu orientieren, meine eigenen Fähigkeiten in einem neuen Umfeld, mit Hinblick auf den Umweltschutz, zu erproben und zu erweitern.

Einen sehr starken Eindruck machten auf mich die ÖBFD-Seminare, die immer sehr informativ und aufschlussreich waren. In den besuchten Seminaren wurden praktisches und theoretisches Können miteinander vereint, sich mit wissenschaftlichen und politischen Themen auseinander gesetzt, mit anderen Seminarteilnehmern Erfahrungen ausgetauscht, die Kreativität gefördert und zusammen komplexe Aufgaben gelöst. Dieses Gesamtpaket aus den verschiedensten Themengebieten machte das ÖBFD so besonders interessant für mich.

Im ÖBFD habe ich herausgefunden, dass ich erfolgreich in einem neuen Umfeld arbeiten kann und mich für meine berufliche Zukunft orientiert habe. Ich denke, dass das ÖBFD das richtige Programm für mich war und ich wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Umweltanalytik/ Naturschutz/ Öffentlichkeitsarbeit erhalten habe, was als Fachfrau sehr wichtig für mich ist.

Als Freiwillige im Landesjagdverband Brandenburg habe ich mich für ein bestimmtes Ziel eingesetzt. Ich wollte einen allgemeinen Einblick in die Ökologie, den Naturschutz und die Öffentlichkeitsarbeit bekommen und mich dabei sozial engagieren. Soziales Engagement war wichtig für mich, da ich etwas Nützliches für die Gesellschaft tun wollte. Nach meinem Dienst kann ich sicher sagen, dass ich dieses Ziel erfolgreich erreicht habe. Eine besondere inhaltliche Herausforderung während meines Dienstes war für mich das Kennenlernen neuer Aufgaben und Themengebiete. Ich habe viele Informationen über die Jagd im Land Brandenburg erhalten und war im Naturschutzprojekt und in der Bildungsarbeit tätig. Jetzt kann ich sagen, dass ich mich mit Hilfe der Arbeit am LJV persönlich und fachlich weiter entwickelt, neue Kenntnisse gesammelt, mich für die Zukunft orientiert und internationale Erfahrung erlangt habe.

Yevheniia K., Teilnehmerin im ÖBFD aus der Ukraine, leistete ihren Freiwilligendienst im Landesjagdverband Brandenburg e.V. (Träger des ÖBFD ist der Förderverein Märkischer Wald e. V.)


Als Bufdi im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Freiwilligendienst statt Arbeitslosigkeit

04.01.2016

Der Bundesfreiwilligendienst ist für alle Bürger in Deutschland eingerichtet worden – egal ob jung oder alt. Jeder, der sich für das Allgemeinwohl einsetzen möchte, kann ein so genannter Bufdi werden. Sylvia Tiegs stellt eine junge Bundesfreiwillige im Nordosten Brandenburgs vor, die sich für ein Umweltprojekt engagiert.

Im Sernitzmoor wabert überall der Nebel. Friederike Zahn hat einige Mühe sich zurechtzufinden. Da hilft nur Humor – denn die Bundesfreiwillige hat hier eine Mission. Sie hilft seit vergangenem Mai mit, das Moor als Lebensraum für bedrohte Vögel wieder herzustellen. „Ich bin froh über den Job und darüber, dass ich etwas Sinnvolles machen kann. Es macht mir Spaß mit dem Team zu arbeiten und dem Projekt ein Stück weit zu helfen“, sagt Zahn.

Friederike Zahn ist Biologin mit dem Spezialgebiet Arten- und Naturschutz. Und sie ist arbeitslos. Eine richtige, voll bezahlte Stelle hat die 26-Jährige nach dem Masterabschluss nicht gefunden. Aber das EU-Projekt „Schreiadler“ im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin suchte noch nach einem Bundesfreiwilligen. Friederike Zahn griff zu. „Ich wollte nach fünf Jahren Studium wirklich etwas Praktisches machen und herausfinden, wie Naturschutz in der Realität quasi so läuft“, sagt Zahn.

Mit einem Dutzend Pegelrohre durchs Biosphärenreservat

Die Biologen des „Schreiadler“-Projekts sollen das trockengelegte Sernitzmoor bei Angermünde wieder verwässern, also „feucht machen“. Friederike Zahn muss dazu regelmäßig den Grundwasserstand kontrollieren. Einmal im Monat marschiert sie mehr als ein Dutzend Pegelrohre im Moor ab. Mit einem Lichtlot misst sie die Wasserstände und trägt mit klammen Fingern, aber gewissenhaft jeden Pegel ins Messprotokoll ein.

Wenn das erledigt ist, fährt sie ins Büro nach Angermünde und kümmert sich dort unter anderem um die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts. Sie ist auch bei Gesprächen mit Landwirten und Behördenvertretern dabei, kümmert sich um den Ankauf von Flächen und unterstützt die festen Mitarbeiter im Projekt, wo sie kann.

Hoffnungen auf berufliche Chancen nach der Bufdi-Zeit

Für ihre Arbeit als Bundesfreiwillige bekommt Friederike Zahn 200 Euro pro Monat. Das Geld darf sie zusätzlich zum Arbeitslosengeld II verdienen. Viel ist es nicht, trotzdem lohnt sich für sie der Dienst. „Ich habe zwischen Abitur und Studium schon mal drei Monate lang an der Kasse im Baumarkt gesessen. Ich weiß, wie es da ist. Das Projekt hier bringt mich wesentlich weiter. Ich lerne so viel kennen und es ist wirklich schön“, so Zahn.

Als Biologin behält sie zudem weiter den Kontakt zu ihrem Berufsfeld, sie lernt neue Menschen kennen und knüpft Kontakte. Vielleicht ergibt sich ja was? „Es wäre schön, eine feste Anstellung zu kriegen. Andererseits kann ich es mir genauso gut vorstellen, die eineinhalb Jahre fertig zu machen“, sagt Zahn.

(Dieser Text ist Teil der Serie „Fünf Jahre Bundesfreiwilligendienst“ des rbb-Inforadios.)

Link: rbb


Ein Jahr voller Herausforderungen und neuen Erfahrungen

Mein Rückblick auf ein Jahr Bundesfreiwilligendienst

02.09.2017

Mit Geflüchteten soll ich arbeiten? „Ja klar, kein Problem!“ behaupte ich. Tatsächlich gehen mir ein Dutzend Fragen und mindestens so viele Zweifel durch den Kopf. Thema Sprache – was tun mit Menschen, die mich womöglich gar nicht verstehen? Wie unterhält man sich da – und worüber?! Kultur – muss ich jetzt meine Schultern immer bedeckt halten, um ernst genommen zu werden?

Im August 2016 trete ich meine Stelle im „öBFD m.F.“ an, also im ökologischen Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug. Meine Einsatzstelle für 12 Monate ist der Landschaftspflegeverein
Mittelbrandenburg e. V. – vielen sicherlich bekannt mit seinem „Waldhaus“ im Natursportpark Blankenfelde.

Ich entscheide mich kurzerhand für den authentischen Weg und wage mich wenig später direkt in die, damals noch beiden, benachbarten Unterkünfte im Jühnsdorfer Weg und der Käthe-Kollwitz-Straße. Zunächst zum Basteln. Das, so meine Überzeugung, sei doch sicher eine gute Gelegenheit, mich den Kindern vor zustellen, sie kennenzulernen und letztlich eine Vertrauensebene
zu schaffen, in entspannter Atmosphäre. Zugegeben, ich habe noch nicht so viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern. In den Aufenthaltsräumen der Unterkunft versuche ich mit rund 25 bis 30 Kindern, die partout nicht stillsitzen wollen, z. B. Kienzapfen-Fledermäuse zu basteln. Kinder, die es schlichtweg noch nicht gewohnt sind, innerhalb eines festen Angebots und gesetzten Zeitrahmens an einer Sache zuarbeiten und auch mit den zur Verfügung gestellten Materialien sorgsam und sparsam umzugehen. Eigentlich sollten bis zur Batnight im Natursportpark ein paar Fledermäuse fertig werden, ich muss mir jedoch eingestehen, es mir deutlich einfacher vorgestellt zu haben.

Im Laufe des Jahres ist viel passiert. So wurden z. B. Regeln, die für hierzulande sozialisierte Kinder oft selbstverständlich sind, inzwischen viel besser verinnerlicht. Nicht zuletzt dank des Engagements der in der Unterkunft Tätigen, die einigermaßen unermüdlich daran arbeiten, Kinder aus rund 5 Nationen unter einen Hut zu bringen. Die drei Lehrer der im Camp integrierten Willkommensklassen, die Integrationsbeauftragte der Gemeinde sowie ein Erzieher und ein weiterer Ehrenamtlicher werden meine wöchentlichen Arbeitspartner – für rund 40 Kinder und 12 Familien. So konnten wir z. B. im vergangenen November mit rund 25 Kindern aus der Unterkunft Jühnsdorfer Weg und ihren selbst gebastelten Laternen am Martinsumzug der Kita Kinderplanet teilnehmen.

Ein großes Ziel war es aber auch, den Kindern den nahegelegenen Wald und das Gelände des Natursportparks als Entdeckungs- und Rückzugsorte nahezubringen. Wir haben Ausflüge in den Wald gemacht, dabei Hütten gebaut, Spiele gespielt, Nisthilfen für Wildbienen erstellt, im Rahmen der Waldhaus-Umweltwoche mit der Ingeborg-Feustel-Grundschule Bäume gepflanzt und viele wunderschöne gemeinsame Stunden verbracht und Erlebnisse geteilt. Auch der Adventsnachmittag wurde vorbehaltslos und mit Freuden angenommen. Im August geht nun ein spannendes bereicherndes Jahr für mich zu Ende. Ich möchte den bereits genannten Beteiligten, dem LPV, den Mitarbeiterinnen des Projektes „Waldhaus“, den Sachspendern sowie den zahlreichen freiwilligen Helfern aus dem Camp danken und natürlich allen, die meine Angebote Woche für Woche angenommen haben. Der Abschied wird sicherlich nicht leicht fallen.

Ein paar Kindergruppen werde ich am Waldhaus Blankenfelde noch erwarten und bisweilen hat sich immer ein Weg gefunden, Sprachbarrieren zu überwinden. Denn insbesondere die Kinder mögen ein zunächst ungewohntes Temperament aufweisen, besonders wenn sie unter sich sind. Dass sie aber Gelegenheiten, in dieser Gesellschaft anzukommen, stets dankbar und umsichtig annehmen, durfte ich innerhalb des letzten Jahres zur Genüge erleben. Meinen Bufdi-Nachfolgern wünsche ich, dass sich bei den Angeboten künftig auch mehr „alteingesessene“ Blankenfelder, junge und alte, hinzugesellen. Waldspaziergänge und Naturspiele sind wunderbare Gelegenheiten, sich und die Umgebung ungezwungen kennenzulernen und vorbehaltlos anzunähern.

Ramona A., Teilnehmende des ökologischen Bundesfreiwilligendienstes mit Flüchtlingsbezug in der Einsatzstelle Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e. V. (Träger des ÖBFD ist der Förderverein Märkischer Wald e. V.)


Ich weiß nun, was ich wil!

Mein Bundesfreiwilligendienst im Naturpark Dahme-Heideseen

30.08.2017

Als ich mich mit dem Abitur vom Schulleben verabschieden konnte, war ich unsicher, was ich machen will. Ein Studium war möglich, jedoch wusste ich nicht wirklich, was ich studieren sollte. Eine Ausbildung beginnen? Am Ende war der Sommer 2016 fast um und ich hatte mich noch nirgendwo beworben. Dann habe ich von der Möglichkeit erfahren, ein freiwilliges Jahr zu machen. Ich bewarb mich dann beim Förderverein »Märkischer Wald e.V.« und wurde zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

Ich wurde gefragt, wieso ich ein freiwilliges Jahr machen möchte. Ich sagte die Wahrheit, dass ich mir bis dahin nicht große Gedanken über die Zukunft gemacht hätte, ich aber auch was mit meiner Zeit anfangen möchte. Mir wurden zwei Stellen vorgestellt, eine davon war der Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim Naturpark Dahme-Heideseen. Im November 2016 begann mein Bundesfreiwilligendienst bei der Naturparkverwaltung in Prieros.

Ich wusste nicht, was mich erwartete, war doch recht unsicher und hatte kaum Arbeitserfahrung. Anfangs fiel es mir auch schwer, jedoch traf ich auf viel Verständnis und Freundlichkeit. Ich lernte selbstständig zu arbeiten und natürlich auch Aufgaben eigenständig zu lösen. Ich weiß selber nicht genau, wann sich das änderte, aber ich wurde selbständiger. Ich hatte eigene Aufgaben, die ich bearbeiten konnte. Fragen und Unsicherheit gingen zurück, ich bekam Selbstbewusstsein und fühlte mich besser.

Mein Aufgabenbereich war sehr abwechslungsreich. Ich durfte historische Bilder digitalisieren, bearbeiten und dann ins Internet stellen. Mit den Rangern der Naturwacht war ich oft draußen im Naturpark. Schutzgebietskontrollen, Ausschilderungen und Arbeitseinsätze standen auf dem Programm. Ich übernahm mehrere Standbetreuungen bei Veranstaltungen.

Auch ganz einfache Aufgaben, wie der Transport von Materialien, gehörten dazu. Durch diese bunte Mischung durfte ich viele Erfahrungen sammeln, vieles sehen und auch vieles selber machen. Der Einsatz im Besucherzentrum des Naturparks war dann dafür ausschlaggebend, dass ich mich für eine Ausbildung im Tourismusbereich entschied. Bevor ich mich versah, hatte ich etwas gefunden, was mich interessierte und mir zu meiner jetzigen Berufswahl weiterhalf.

Stefan K., 1997 in Dobrich (Bulgarien) geboren, lebt in Königs Wusterhausen. Er absolvierte von September 2016 bis August 2017 einen Bundesfreiwilligendienst im Naturpark Dahme-Heideseen. Im Anschluss begann er mit einer Berufsausbildung zum Veranstaltungs-Manager in Berlin.


Resümee

18 Monate Ökologischer Bundesfreiwilligendienst für die Stiftung August Bier für Ökologie und Medizin

Das kleine Dorf Sauen liegt abgelegen im Südosten Brandenburgs. Je länger je lieber durfte ich dort mit Unterstützung der Stiftung wohnen und mit Landschaft, Ortslage und verschiedenen Arbeitsorten vertraut werden: dem Stiftungsbüro, dem Kultur- und Begegnungszentrum der Stiftung, Papphaus genannt, den gemeinsam mit den Waldverantwortlichen angefahrenen Waldarealen in und um Sauen. Aufgaben gab es reichlich und wechselnd: kleine Aufträge die Öffentlichkeitsarbeit betreffend, Einsätze im Wald zum Gatterbau, zum Räumen und Wildwuchs entfernen, zum Pflanzen. Separate Projekte kamen dazu, vorgegebene und selbst gesuchte, so wie die Übernahme einzelner öffentlicher Führungen im Sauener Wald.

Sauen ist ein Dorf voller Geschichten. Der ab 1912 vom berühmten Chirurgen August Bier zu einem gesundenden Mischwald umgestaltete Sauener Wald, vormals ein üblich schlecht gepflegter Kiefernwald, zieht als lebendes Dokument eines großen Waldexperiments Interessenten an: Forstkundige, Touristen, Entdecker.

Am schönsten war es, mit Sauenern und Auswärtigen ins Gespräch zu kommen, meist im und um das Papphaus. So wie wenn eine ältere Frau auf mich zukommt und erzählt: Ich habe als Kind August Bier noch die Hand geschüttelt! Da gibt es ein hin und her von Fragen, angelesenen und erlebten Geschichten, und ein Mosaiksteinchen mehr fügt sich jeweils zu meinem Verstehen der Zeiten, Orte und Persönlichkeiten.

„Der Wald ist kein Wald zum Freuen, sondern ein Wirtschaftswald!“ – Das war passend gesagt an einem der vielen Waldtage, die immer soviel mehr bargen als die angesagte Tätigkeit: den Schwarzspecht verfolgen und entdecken, mich an den uns begleitenden jungen Hunden freuen, Wetter und Himmel, Farben und Vielfalt von Bäumen und Sträuchern wahrnehmen. Gern war ich draußen. Schade war, daß ich für diesen körperlichen Bereich keine Begabung mitbringe und so das vielfältige Potential (mit der Motorsäge umgehen lernen z.B.) nicht nutzen konnte. Dennoch fanden sich Aufgaben, die passten, die mir Freude machten, wie das Kümmern um Einzelschutzgitter bei Alleebäumen.

Und schön war, wieviel vorher Fremdem ich näher kommen durfte: dem Zusammenhalt im Dorf, den Jahresrhythmen von Land- und Forstwirtschaft, der Jagd. Auch die Fokussierung und Hingabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an geplante Höhepunkte wie der Jahrestagung oder des August-Bier-Laufs beeindruckten mich.

Aus der Zeit in Sauen werde ich vieles mitnehmen. Ein Packen Rückmeldungen zu meiner Arbeit und Person gehört dazu, dazu das Befragen der erlebten Arbeitseinbindungen, vom Team über gelassene Selbstverantwortung bis zu strenger hierarchischer Struktur. Beides, Persönliches und Kollegiales, real erfahren, wird meine Wünsche an eine Beschäftigung nach dem ÖBFD ganz sicher mitbestimmen.

Vielen Dank, liebes Sauener Team!

Almut W.